Wie funktioniert ein Moonboard?
Die Idee stammt von dem britischen Kletterer Ben Moon, der das Board um 2005 entwickelt hat: eine Trainingswand, die überall gleich aufgebaut ist. Das klassische Moonboard hängt mit 40 Grad Überhang, daneben gibt es eine Version mit 25 Grad und ein kleines Mini Moonboard. Der Winkel gehört zum Standard, und genau das macht die Boulder vergleichbar.
Die Griffe kommen in Sets, die nach ihrem Jahr benannt sind, zum Beispiel 2016, 2017, 2019 und 2024. Jeder Boulder in der App gehört zu einem bestimmten Set. Welches an deinem Board hängt, siehst du am Board selbst oder fragst an der Theke.
Die Farbe der LED sagt dir, wofür ein Griff da ist:
- Grün sind die Startgriffe.
- Blau sind die erlaubten Griffe dazwischen.
- Rot ist der Top-Griff, meist ganz oben.
So startest du einen Boulder am Moonboard
- Lade die offizielle Moonboard-App herunter, es gibt sie für Android und iPhone.
- Wähl das Set und den Winkel, die an deinem Board hängen.
- Such dir einen Boulder aus. Boulderer aus aller Welt haben Tausende Probleme eingetragen.
- Verbinde die App per Bluetooth mit dem Board, dann leuchten die Griffe.
In der App legst du auch eigene Boulder an, bewertest Probleme und sammelst deine Favoriten.
Ist das Moonboard für Anfänger geeignet?
Für die ersten Monate eher nicht. Die Griffe sind klein, das Board ist steil, und selbst die leichtesten Boulder liegen etwa im Bereich 6A. Die Grade fallen dabei streng aus. Wer ein, zwei Jahre bouldert, fängt mit den leichtesten Problemen an, auch wenn die Zahl einfach aussieht. Was die Grade bedeuten, erklärt der Artikel zu den Bouldern-Schwierigkeitsgraden.
Wer erst testen will, ob ihm Training am Board liegt, ist am Kilterboard gut aufgehoben: Es lässt sich flacher stellen, und die Boulder werden damit leichter.
Worauf du beim Training am Moonboard achten solltest
Das steile Board fordert Finger, Schultern und Körperspannung, weil viele Züge weit und explosiv sind. Wärm dich vorher an leichten Bouldern auf. Hör auf, sobald deine Bewegungen unsauber werden, denn mit der Müdigkeit steigt die Verletzungsgefahr deutlich. Eine Session von ein bis eineinhalb Stunden reicht.